{"id":6150,"date":"2026-10-09T07:07:34","date_gmt":"2026-10-09T05:07:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/?p=6150"},"modified":"2026-10-15T15:12:56","modified_gmt":"2026-10-15T13:12:56","slug":"neue-regelungen-fuer-sachbezug-fuer-e-auto-ab-1-1-2027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/2026\/10\/09\/neue-regelungen-fuer-sachbezug-fuer-e-auto-ab-1-1-2027\/","title":{"rendered":"neue Regelungen f\u00fcr Sachbezug f\u00fcr E-Auto ab 1.1.2027"},"content":{"rendered":"<p>Aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden wurden unterschiedliche Sachbezugswerte f\u00fcr die Privatnutzung arbeitgebereigener Kraftfahrzeuge festgelegt. Darauf basierend sieht seit 2016 die Sachbezugswerteverordnung f\u00fcr Fahrzeuge mit einem CO\u2082-Emissionswert von 0 g\/km \u2013 also <strong>reine Elektrofahrzeuge<\/strong> \u2013 einen <strong>Sachbezugswert von<\/strong> <strong>Null <\/strong>vor. Wer als Arbeitnehmer bislang einen E-Firmenwagen auch privat nutzen durfte, musste daf\u00fcr somit keinen Sachbezug versteuern.<\/p>\n<p>Unver\u00e4ndert gilt als Sachbezugswert f\u00fcr Fahrzeuge mit <strong>Verbrennungsmotor bzw. Hybridantrieb<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>2\u00a0% der Anschaffungskosten<\/strong>, max. \u20ac\u00a0960 monatlich, bei einem CO\u2082-Aussto\u00df \u00fcber der jeweils g\u00fcltigen Grenze (2026: \u00fcber 126 g\/km WLTP),<\/li>\n<li><strong>1,5\u00a0% der Anschaffungskosten<\/strong>, max. \u20ac\u00a0720 monatlich, bei \u201e\u00f6kologischen&#8220; PKW und Hybridfahrzeugen unterhalb dieser CO\u2082-Grenze<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Neuregelung ab 1.1.2027<\/h2>\n<p>Gleichzeitig mit der Regierungsvorlage zum Budgetbegleitgesetz 2027-2028 wurde der Begutachtungsentwurf zur <strong>\u00c4nderung der Sachbezugswerteverordnung<\/strong> am 10.6.2026 ver\u00f6ffentlicht. Das BBG 2027-2028 wurde am 8.7.2026 vom Nationalrat beschlossen. Die Begutachtungsfrist zur Verordnungs\u00e4nderung ist am 21.6.2026 abgelaufen. Die Kundmachung steht allerdings noch aus.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Demnach entf\u00e4llt die bisher g\u00e4nzliche Sachbezugsbefreiung f\u00fcr E-Autos<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>NEU: K\u00fcnftig gilt f\u00fcr die Privatnutzung von E-Firmenautos gestaffelt:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"201\">Zeitraum<\/td>\n<td width=\"201\">Sachbezug in % der Anschaffungskosten<\/td>\n<td width=\"201\">Deckelung pro Monat<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"201\">bis 31.12.2026<\/td>\n<td width=\"201\">0\u00a0%<\/td>\n<td width=\"201\">n\/a<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"201\">1.1.2027 \u2013 31.12.2027<\/td>\n<td width=\"201\"><strong>0,375\u00a0%<\/strong><\/td>\n<td width=\"201\"><strong>\u20ac\u00a0180<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"201\">ab 1.1.2028<\/td>\n<td width=\"201\"><strong>0,625\u00a0%<\/strong><\/td>\n<td width=\"201\"><strong>\u20ac\u00a0300<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die steuerliche Anschaffungskosten-Obergrenze f\u00fcr den neuen Sachbezug bei E-Autos betr\u00e4gt \u20ac\u00a0 48.000 (brutto, inkl. USt). Unver\u00e4ndert gilt bei Verbrennern die Obergrenze von \u20ac\u00a048.000 (inkl USt und NoVA). Eine Evaluierung dieser Regelung durch den Finanzminister ist f\u00fcr 2030 vorgesehen. Bis dahin ist keine weitere Anpassung geplant.<\/p>\n<blockquote><p><strong>HINWEIS:<\/strong><br \/>\nDie Neuregelung des Sachbezugs kn\u00fcpft an den jeweiligen Kalendermonat der Nutzung an, nicht an das Zulassungsdatum. Ein 2026 zugelassenes E-Auto wird ab 1.1.2027 ebenso vom neuen Sachbezug erfasst wie ein 2027 zugelassenes Neufahrzeug.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Vergleich E-Auto versus Verbrenner\/Hybrid<\/h2>\n<p>Die k\u00fcnftige Belastung durch den Sachbezug l\u00e4sst sich wie folgt zusammenfassen:<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"160\"><strong>Fahrzeugtyp<\/strong><\/td>\n<td width=\"142\"><strong>Sachbezug 2026<\/strong><\/td>\n<td width=\"151\"><strong>Sachbezug 2027<\/strong><\/td>\n<td width=\"151\"><strong>Sachbezug ab 2028<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"160\">E-Auto (0\u00a0g CO\u2082\/km)<\/td>\n<td width=\"142\">0\u00a0% (max. \u20ac\u00a00)<\/td>\n<td width=\"151\"><strong>0,375\u00a0%<\/strong> (max. \u20ac\u00a0180)<\/td>\n<td width=\"151\"><strong>0,625\u00a0%<\/strong> (max. \u20ac\u00a0300)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"160\">\u00d6kologischer Verbrenner\/Hybrid (CO\u2082 unter Grenzwert)<\/td>\n<td width=\"142\">1,5\u00a0% (max. \u20ac\u00a0720)<\/td>\n<td width=\"151\"><strong>unver\u00e4ndert<\/strong><br \/>\n1,5\u00a0% (max. \u20ac\u00a0720)<\/td>\n<td width=\"151\"><strong>unver\u00e4ndert<\/strong><br \/>\n1,5\u00a0% (max. \u20ac\u00a0720)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"160\">Verbrenner\/Hybrid (CO\u2082 \u00fcber Grenzwert)<\/td>\n<td width=\"142\">2\u00a0% (max. \u20ac\u00a0960)<\/td>\n<td width=\"151\"><strong>unver\u00e4ndert<\/strong><br \/>\n2\u00a0% (max. \u20ac\u00a0960)<\/td>\n<td width=\"151\"><strong>unver\u00e4ndert<\/strong><br \/>\n2\u00a0% (max. \u20ac\u00a0960)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>E-Auto weiterhin deutlich vorteilhafter<\/strong><\/p>\n<p>Ein E-Auto bleibt auch nach der Reform steuerlich klar beg\u00fcnstigt. Selbst der h\u00f6chste E-Auto-Sachbezug ab 2028 (max. \u20ac\u00a0300) liegt deutlich unter dem Sachbezug eines vergleichbaren Verbrenners (max. \u20ac\u00a0960 bzw. \u20ac\u00a0720).<\/p>\n<ul>\n<li>Bei niedrigpreisigen E-Autos (z.B. Anschaffungskosten bis \u20ac\u00a048.000) wirkt sich die prozentuelle Erh\u00f6hung im Verh\u00e4ltnis st\u00e4rker aus als bei teureren Fahrzeugen, weil die Deckelung erst bei teureren Autos greift.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzlich zum neuen Sachbezug ist ab 2027 erstmals auch ein umsatzsteuerlicher Verwendungseigenverbrauch (bzw. bei Gehaltsumwandlung ein tausch\u00e4hnlicher Umsatz) zu ber\u00fccksichtigen, weil E-Autos \u2013 anders als Verbrenner \u2013 grunds\u00e4tzlich zum Vorsteuerabzug berechtigen (siehe Beispiel unten).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><u>\u00a0<\/u><\/strong><\/p>\n<h2>Sachbezug bei Gehaltsumwandlung<\/h2>\n<p>Bei einer <strong>Gehaltsumwandlung<\/strong> <strong>verzichtet<\/strong> der Arbeitnehmer auf einen <strong>Teil seines Bruttogehalts<\/strong>. Im <strong>Gegenzug<\/strong> stellt ihm der Arbeitgeber eine <strong>Sachleistung<\/strong> zur Verf\u00fcgung \u2013 hier die Privatnutzung eines firmeneigenen\u00a0 E-Autos, den der Arbeitgeber least. Wirtschaftlich finanziert der Arbeitnehmer sein &#8222;eigenes&#8220; Auto \u00fcber eine Reduktion seines Bruttogehalts anstatt \u00fcber sein bereits versteuertes Nettoeinkommen. Ein steuerlicher Vorteil entsteht dadurch, dass anstelle der vollen Lohnsteuer- und SV-Belastung auf das umgewandelte Bruttogehalt nur der (deutlich niedrigere) Sachbezug f\u00fcr das Firmenfahrzeug zu versteuern ist.<\/p>\n<p>Wird ein firmeneigenes E-Auto im Rahmen einer solchen Gehaltsumwandlung zur Verf\u00fcgung gestellt, soll nach dem Begutachtungsentwurf auch ab 1.1.2027 der <strong>neue, reduzierte Sachbezugswert<\/strong> anzusetzen sein. Die H\u00f6he der Gehaltsumwandlung selbst hat auf den Sachbezugswert keinen Einfluss. Der Sachbezugswert bleibt mit dem jeweiligen H\u00f6chstbetrag gedeckelt.<\/p>\n<blockquote><p><strong><em><u>Beispiel<\/u><\/em><\/strong><em>:<\/em><\/p>\n<p><em>Der Vergleich zwischen einem privaten Leasing und einem Leasing durch den Arbeitgeber bei Zurverf\u00fcgungstellung des Fahrzeugs zur Privatnutzung zu gleichen Konditionen an den Dienstnehmer. Anschaffungskosten \u20ac\u00a040.000, Leasingrate \u20ac\u00a0500 monatlich (inkl. USt); Laufzeit 60 Monate; Bruttolohn \u20ac\u00a04.000; Grenzsteuersatz 40\u00a0%, Grenzsteuersatz in der Pension 30\u00a0%.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li><strong><em>Wie hoch m\u00fcsste die Bruttogehaltsreduktion sein?<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Arbeitgeber muss aus der Bruttogehaltsreduktion sowohl die Netto-Leasingrate als auch den anteiligen umsatzsteuerlichen Verwendungseigenverbrauch (siehe unten) abdecken. Bei einem PKW mit Anschaffungskosten von \u20ac\u00a040.000 betr\u00e4gt der Eigenverbrauch im Jahr 2027 monatlich \u20ac\u00a025 bzw. ab 2028 \u20ac\u00a041,66. Die Bruttoreduktion ist die Nettoleasingrate (\u20ac\u00a0416,67) zuz\u00fcglich des Eigenverbrauchs (\u20ac\u00a025) = \u20ac\u00a0441,67 (2028: \u20ac 458,33).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Wie hoch ist der Sachbezug f\u00fcr das E-Auto?<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Sachbezug wird von den tats\u00e4chlichen Anschaffungskosten (\u20ac\u00a040.000) berechnet und mit dem jeweiligen H\u00f6chstbetrag gedeckelt:<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"211\">Zeitraum<\/td>\n<td width=\"211\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Berechnung<\/td>\n<td width=\"211\">Sachbezug<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">bis 2026<\/td>\n<td width=\"211\">\u20ac\u00a040.000 * 0% = \u20ac\u00a00<\/td>\n<td width=\"211\">\u20ac\u00a00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">2027 (geplant)<\/td>\n<td width=\"211\">\u20ac\u00a040.000 * 0,375% = \u20ac\u00a0150<\/td>\n<td width=\"211\">\u20ac\u00a0150<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">ab 2028 (geplant)<\/td>\n<td width=\"211\">\u20ac\u00a040.000 * 0,625% = \u20ac\u00a0250<\/td>\n<td width=\"211\">\u20ac\u00a0250<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em>Auswirkung einer Gehaltsumwandlung mit Sachbezug f\u00fcr E-Auto gegen\u00fcber privatem Leasing<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"277\">pro Monat<\/td>\n<td width=\"109\">Dienst-E-PKW 2026<\/td>\n<td width=\"109\">Dienst-E-PKW 2027<\/td>\n<td width=\"139\">Dienst-E-PKW<br \/>\nab 2028<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"277\">Bruttogehaltsreduktion<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a0416,66<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a0291,66<\/td>\n<td width=\"139\">\u20ac\u00a0208,32<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"277\">zzgl Sachbezug<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a00,00<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a0150,00<\/td>\n<td width=\"139\">\u20ac\u00a0250,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"277\">gesamt<\/td>\n<td width=\"109\"><strong>\u20ac\u00a0416,66<\/strong><\/td>\n<td width=\"109\"><strong>\u20ac\u00a0441,66<\/strong><\/td>\n<td width=\"139\"><strong>\u20ac\u00a0458,32<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"277\">Nettoeffekt der Gehaltsumwandlung f\u00fcr AN<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a0204,82<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a0293,37<\/td>\n<td width=\"139\">\u20ac\u00a0352,41<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"277\">Pensionsentgang<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a04,18<\/td>\n<td width=\"109\">\u20ac\u00a02,93<\/td>\n<td width=\"139\">\u20ac\u00a02,09<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"277\"><strong>tats\u00e4chliche Gesamtbelastung <\/strong>des AN<\/td>\n<td width=\"109\"><strong>\u20ac\u00a0209,00<\/strong><\/td>\n<td width=\"109\"><strong>\u20ac\u00a0296,30<\/strong><\/td>\n<td width=\"139\"><strong>\u20ac\u00a0354,50<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"277\"><strong>Vorteil gegen\u00fcber privatem Leasing<\/strong><\/td>\n<td width=\"109\"><strong>rd. 58\u00a0%<\/strong><\/td>\n<td width=\"109\"><strong>rd. 41\u00a0%<\/strong><\/td>\n<td width=\"139\"><strong>rd. 29\u00a0%<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Least der Arbeitnehmer sein E-Auto privat, zahlt er die volle Bruttoleasingrate von \u20ac\u00a0500 brutto aus seinem bereits versteuerten Nettoeinkommen. Nutzt er stattdessen einen Dienst-E-PKW mit Vorsteuerabzug beim Arbeitgeber gegen Gehaltsumwandlung, tr\u00e4gt er wirtschaftlich nur die um die Steuer- und SV-Ersparnis sowie den Pensionsentgang verminderte Gesamtbelastung (siehe Zeile &#8222;tats\u00e4chliche Gesamtbelastung des AN&#8220;). Je niedriger diese Gesamtbelastung im Vergleich zur Leasingrate von \u20ac\u00a0500 ist, desto gr\u00f6\u00dfer der Vorteil.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nAuch nach der geplanten Neuregelung bleibt ein E-Dienstwagen gegen Gehaltsumwandlung im Regelfall deutlich g\u00fcnstiger als die private Finanzierung eines vergleichbaren Fahrzeugs aus bereits versteuertem Nettoeinkommen. Der Vorteil sinkt mit steigendem Sachbezug von rd. 58\u00a0% (derzeit) auf rd. 41\u00a0% (2027) und rd. 29\u00a0% (ab 2028), verschwindet aber nicht. Der genaue Vorteil f\u00fcr den Arbeitnehmer h\u00e4ngt im Einzelfall sowohl vom Fahrzeugpreis und dem Grenzsteuersatz als auch davon ab, ob der USt-Verwendungseigenverbrauch an den Arbeitnehmer weiterverrechnet wird.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Verwendungseigenverbrauch bei Sachbezug f\u00fcr E-Autos<\/h2>\n<p>F\u00fcr Unternehmen besteht der gro\u00dfe Vorteil von E-Autos gegen\u00fcber den anderen PKW neben dem Entfall der NoVA in der M\u00f6glichkeit des Vorsteuerabzugs. Bei E-Autos mit Anschaffungskosten bis \u20ac\u00a040.000 brutto steht dem Arbeitgeber grunds\u00e4tzlich der volle Vorsteuerabzug zu. Liegen die Anschaffungskosten zwischen \u20ac\u00a040.000 und \u20ac\u00a080.000, ist der Vorsteuerabzug durch Aufwandseigenverbrauch zu korrigieren. Wird das E-Auto dem Arbeitnehmer zur Privatnutzung \u00fcberlassen, l\u00f6st dies einen <strong>umsatzsteuerlichen Verwendungseigenverbrauch<\/strong> aus. Bemessungsgrundlage daf\u00fcr ist der ertragsteuerliche Sachbezugswert \u2013 dies gilt auch bei einer Gehaltsumwandlung.<\/p>\n<p>Bei Verbrennern und Hybridfahrzeugen stellt sich die Frage nach dem Verwendungseigenverbrauch nur in Ausnahmef\u00e4llen, in denen ein Vorsteuerabzug m\u00f6glich ist. Grunds\u00e4tzlich besteht f\u00fcr diese Fahrzeuge kein Vorsteuerabzug.<\/p>\n<blockquote><p><strong>HINWEIS:<\/strong><br \/>\nOb der umsatzsteuerpflichtige Verwendungseigenverbrauch an den Arbeitnehmer weiterverrechnet werden kann, h\u00e4ngt von der urspr\u00fcnglichen Vereinbarung zur Gehaltsumwandlung ab. Bereits bestehende Gehaltsumwandlungsvereinbarungen sollten vor 1.1.2027 \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls angepasst werden.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><u>\u00a0<\/u><\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>TIPP:<br \/>\n<\/strong>Wir empfehlen Ihnen, bestehende und geplante Dienstwagenregelungen und Gehaltsumwandlungsvereinbarungen noch 2026 im Hinblick auf die geplante Neuregelung ab 2027 zu \u00fcberpr\u00fcfen. Bei der Fahrzeugauswahl gilt auch nach der geplanten Reform weiterhin die steuerliche Rangfolge: E-Auto vor \u00f6kologischem Verbrenner-\/Hybridfahrzeugen vor \u201enormalem&#8220; Verbrenner.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden wurden unterschiedliche Sachbezugswerte f\u00fcr die Privatnutzung arbeitgebereigener Kraftfahrzeuge festgelegt. 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