{"id":5314,"date":"2025-01-29T08:13:40","date_gmt":"2025-01-29T07:13:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/?p=5314"},"modified":"2025-01-28T15:36:49","modified_gmt":"2025-01-28T14:36:49","slug":"aktuelle-ogh-entscheide-zu-verschiedenen-gmbh-faellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/2025\/01\/29\/aktuelle-ogh-entscheide-zu-verschiedenen-gmbh-faellen\/","title":{"rendered":"aktuelle OGH Entscheide zu verschiedenen GmbH-F\u00e4llen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gewinnaussch\u00fcttungen geh\u00f6ren beim (zumindest geringf\u00fcgig entlohnten) selbst\u00e4ndigen GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer zur Bemessungsgrundlage f\u00fcr die GSVG-Pflichtversicherung<\/strong><\/p>\n<p>Die 100%ige Gesellschafterin war Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin (sp\u00e4ter Liquidatorin) der GmbH (ohne Wirtschaftskammerzugeh\u00f6rigkeit). Der Einkommensteuerbescheid 2019 wies Eink\u00fcnfte aus selbst\u00e4ndiger Arbeit (als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin) von \u20ac 500 und Kapitaleink\u00fcnfte (Gewinnaussch\u00fcttungen aus der GmbH) von \u20ac\u00a0520.000 aus. Der VwGH entschied: Die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin (sp\u00e4ter Liquidatorin) unterlag der Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung nach dem GSVG, weil sie zumindest einen geringen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerbezug erhielt; bei der sodann bestehenden Versicherungspflicht sind auch die Gewinnaussch\u00fcttungen aus der GmbH in die Beitragsgrundlage einzubeziehen. Sollte ein gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter hingegen keine Entlohnung, sondern nur Gewinnaussch\u00fcttungen beziehen, k\u00f6nnte allenfalls eine Umgehungskonstruktion vorliegen und die Gewinnaussch\u00fcttung in eine Entlohnung umgedeutet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>GmbH errichtet mit Vorsteuerabzug Wohngeb\u00e4ude f\u00fcr Gesellschafter<\/strong><\/p>\n<p>Die GmbH errichtete in ihrem Eigentum eine gro\u00dfz\u00fcgige Wohnung, in welcher der Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ohne Miete wohnt. Dieser Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer arbeitete ohne (bzw. f\u00fcr einen minimalen) Barlohn. Der VwGH entschied: \u00dcberl\u00e4sst eine GmbH die Nutzung der ihr geh\u00f6renden Wohnung dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer f\u00fcr dessen private Wohnzwecke, stellt das eine (weitere) Entlohnung seiner Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungst\u00e4tigkeit dar (Nutzungs\u00fcberlassung als Entlohnung). Solange die Gesamtentlohnung des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers nicht \u00fcber einen fremd\u00fcblichen Betrag hinausgeht, ist diese Nutzungs\u00fcberlassung auf der Seite der GmbH betrieblich veranlasst. Dann steht der GmbH f\u00fcr die dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer zur Nutzung \u00fcberlassene Wohnung der Vorsteuerabzug zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Entnahmen des Gesellschafters der GmbH \u00fcber das Verrechnungskonto bei der GmbH <\/strong><\/p>\n<p>Strittig wurde, ob es eine verdeckte Gewinnaussch\u00fcttung aus der GmbH darstellt, wenn die Gesellschafterin (bzw. ihr Ehepartner) j\u00e4hrlich ca. \u20ac 50.000 \u00fcber das Verrechnungskonto aus der GmbH entnimmt. Das Bundesfinanzgericht kam zum Ergebnis: Es kommt nicht zwingend darauf an, ob eine schriftliche Vereinbarung \u00fcber die R\u00fcckzahlung der am Verrechnungskonto verbuchten entnommenen Gelder und auch eine Vereinbarung \u00fcber die Verzinsung dieser Betr\u00e4ge besteht. Entscheidend ist vielmehr, ob von vornherein die <strong>R\u00fcckforderung<\/strong> der am Verrechnungskonto verbuchen Betr\u00e4ge ernstlich <strong>gewollt<\/strong> und im Hinblick auf die ausreichende <strong>Bonit\u00e4t<\/strong> des Schuldners auch tats\u00e4chlich zu erwarten war. Es ist zu pr\u00fcfen, ob aus Sicht der GmbH eine tats\u00e4chlich <strong>aufrechte <\/strong>und<strong> durchsetzbare Forderung<\/strong> und die Absicht der R\u00fcckforderung der Betr\u00e4ge besteht (dann liegt keine verdeckte Aussch\u00fcttung vor).<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gewinnaussch\u00fcttungen geh\u00f6ren beim (zumindest geringf\u00fcgig entlohnten) selbst\u00e4ndigen GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer zur Bemessungsgrundlage f\u00fcr die GSVG-Pflichtversicherung Die 100%ige Gesellschafterin war Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin (sp\u00e4ter Liquidatorin) der GmbH (ohne Wirtschaftskammerzugeh\u00f6rigkeit). 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