{"id":4833,"date":"2024-01-11T13:19:01","date_gmt":"2024-01-11T12:19:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/?p=4833"},"modified":"2024-01-11T13:19:01","modified_gmt":"2024-01-11T12:19:01","slug":"neuregelung-fuer-das-aufladen-von-elektrofahrzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/2024\/01\/11\/neuregelung-fuer-das-aufladen-von-elektrofahrzeugen\/","title":{"rendered":"Neuregelung f\u00fcr das Aufladen von Elektrofahrzeugen"},"content":{"rendered":"<p>die \u00d6GK informiert in der neuen DG-Info gleich zu Jahresbeginn:<\/p>\n<p>Auf Grund einer \u00c4nderung der Sachbezugswerteverordnung kommt es r\u00fcckwirkend mit 01.01.2023 zu einigen Klarstellungen im Bereich der Elektrofahrzeuge. Die Neuregelungen betreffen die Zuordnung der Lademenge und die Ermittlung des Sachbezuges bei geleasten Ladestationen.<\/p>\n<h5 id=\"AufladenbeiderDienstgeberinbzwbeimDienstgeber896254\">Aufladen bei der Dienstgeberin bzw. beim Dienstgeber<\/h5>\n<p>Kann die Dienstnehmerin bzw. der Dienstnehmer bei der Dienstgeberin bzw. beim Dienstgeber ein firmeneigenes Elektrofahrzeug, welches auch privat genutzt werden darf, unentgeltlich aufladen, ist kein Sachbezug anzusetzen.<\/p>\n<p>Wird ein dienstnehmereigenes (privates) Elektrofahrzeug unentgeltlich aufgeladen, liegt ebenso kein Sachbezug vor.<\/p>\n<h5 id=\"ErsatzderLadekosten896254\">Ersatz der Ladekosten<\/h5>\n<p>Ersetzt oder tr\u00e4gt die Dienstgeberin bzw. der Dienstgeber die Kosten f\u00fcr das Aufladen eines firmeneigenen Elektrofahrzeuges, ist kein Sachbezug anzusetzen, wenn<\/p>\n<ul class=\"esv-karo\">\n<li>die Kosten des Aufladens an einer \u00f6ffentlichen Ladestation nachgewiesen werden (mittels Beleg bzw. Glaubhaftmachung), oder<\/li>\n<li><b>Neu:<\/b>\u00a0wenn an einer nicht \u00f6ffentlichen Ladestation die nachweisliche Zuordnung der Lademenge zum firmeneigenen Elektrofahrzeug sichergestellt ist (bisher musste die Zuordnung der Lademenge durch die Ladestation sichergestellt sein). Der Strompreis f\u00fcr den Kostenersatz ist vom Bundesminister f\u00fcr Finanzen sp\u00e4testens bis 30.11. jeden Jahres im Rechts- und Fachinformationssystem des Finanzressorts zu ver\u00f6ffentlichen. Als Kostenersatz f\u00fcr das Kalenderjahr 2024 sind 33,182 Cent\/Kilowattstunde anzusetzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die\u00a0<b>Zuordnung der Lademenge<\/b>\u00a0zum firmeneigenen Elektrofahrzeug kann erfolgen durch:<\/p>\n<ul class=\"esv-karo\">\n<li>die Ladestation selbst,<\/li>\n<li>das Elektrofahrzeug selbst (&#8222;In-Vehicle-Aufzeichnungen&#8220;),<\/li>\n<li>vom Ladestationanbieter zur Verf\u00fcgung gestellte Apps bzw. Aufzeichnungen des Herstellers (charging history), oder<\/li>\n<li>Registrieren des Elektrofahrzeuges mittels Chip bzw. RFID-Karte oder Schl\u00fcssel, wenn dieser bzw. diese eindeutig dem Elektrofahrzeug zugeordnet werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote><p><b>Hinweis:<\/b>\u00a0Ist die Zuordnung der Lademenge aus der nicht \u00f6ffentlichen Ladestation nachweislich nicht m\u00f6glich, ist f\u00fcr Lohnzahlungszeitr\u00e4ume, die nach dem 31.12.2022 und vor dem 01.01.2026 enden, f\u00fcr einen Kostenersatz von 30,00 Euro pro Kalendermonat kein Sachbezug anzusetzen. F\u00fcr Lohnzahlungszeitr\u00e4ume im Kalenderjahr 2023 gilt diese Regelung auch, wenn die verwendete Ladeeinrichtung nachweislich nicht in der Lage ist, die Lademenge dem Kraftfahrzeug zuzuordnen. Die Pauschalregelung gilt nicht f\u00fcr Elektrofahrr\u00e4der.<\/p><\/blockquote>\n<p>Kosteners\u00e4tze der Dienstgeberin bzw. des Dienstgebers f\u00fcr das Aufladen eines dienstnehmereigenen (privaten) Elektrofahrzeuges stellen keinen Auslagenersatz dar. Es liegt somit beitrags- und steuerpflichtiger Arbeitslohn vor (Lohnsteuerrichtlinien 2002, Randzahl 207c).<\/p>\n<h5 id=\"Ladestation896254\">Ladestation<\/h5>\n<p>Ersetzt die Dienstgeberin bzw. der Dienstgeber ganz oder teilweise die Kosten f\u00fcr die Anschaffung einer Ladestation f\u00fcr ein firmeneigenes Elektrofahrzeug oder schafft sie bzw. er f\u00fcr die Dienstnehmerin bzw. den Dienstnehmer eine Ladestation an, ist nur der 2.000,00\u00a0Euro \u00fcbersteigende Betrag als geldwerter Vorteil anzusetzen.<br \/>\n<b><br \/>\n<em>Neu:<\/em><\/b><em>\u00a0Wenn die Dienstgeberin bzw. der Dienstgeber die Ladestation f\u00fcr das firmeneigene Elektrofahrzeug least und der Dienstnehmerin bzw. dem Dienstnehmer zur Verf\u00fcgung stellt, ist auf die im Leasingvertrag der Berechnung der Leasingrate zugrundeliegenden Anschaffungskosten abzustellen. Als Sachbezug ist jener Teil der Leasingrate anzusetzen, der sich aus dem Verh\u00e4ltnis des 2.000,00\u00a0Euro \u00fcbersteigenden Betrages zu den Anschaffungskosten ergibt.\u00a0<\/em><br \/>\n<b><\/b><\/p>\n<blockquote><p><b>Beispiel 1:<br \/>\n<\/b>Eine Dienstgeberin least f\u00fcr ihren Mitarbeiter eine Ladestation zum Aufladen des firmeneigenen Kraftfahrzeuges bei ihm zuhause. Die im Leasingvertrag zugrunde gelegten Anschaffungskosten betragen 3.000,00\u00a0Euro. Der Leasingvertrag wird auf f\u00fcnf Jahre abgeschlossen und die monatliche Miete betr\u00e4gt 60,00\u00a0Euro.<br \/>\n<b><br \/>\nL\u00f6sung:<\/b>\u00a0Die Anschaffungskosten \u00fcbersteigen den Freibetrag um 1.000,00\u00a0Euro, somit um ein Drittel (1.000,00 : 3.000,00 = 33,33 Prozent). Von der Leasingrate sind daher monatlich 20,00\u00a0Euro als Sachbezug anzusetzen (ein Drittel von 60,00\u00a0Euro).<\/p>\n<p><b><br \/>\nBeispiel 2:<br \/>\n<\/b>Ein Dienstgeber least f\u00fcr seine Mitarbeiterin eine Ladestation zum Aufladen des firmeneigenen Kraftfahrzeuges bei ihr zuhause. Die im Leasingvertrag zugrunde gelegten Anschaffungskosten betragen 1.800,00\u00a0Euro. Der Leasingvertrag wird auf vier Jahre abgeschlossen und die monatliche Miete betr\u00e4gt 45,00\u00a0Euro.<br \/>\n<b><br \/>\nL\u00f6sung:<\/b>\u00a0Die Anschaffungskosten \u00fcbersteigen den Freibetrag von 2.000,00\u00a0Euro nicht. Es ist daher kein Sachbezug anzusetzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>{Quelle: DG-Info der \u00d6GK]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die \u00d6GK informiert in der neuen DG-Info gleich zu Jahresbeginn: Auf Grund einer \u00c4nderung der Sachbezugswerteverordnung kommt es r\u00fcckwirkend mit 01.01.2023 zu einigen Klarstellungen im Bereich der Elektrofahrzeuge. 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