{"id":4454,"date":"2023-05-02T17:14:50","date_gmt":"2023-05-02T16:14:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/?p=4454"},"modified":"2023-05-03T17:15:03","modified_gmt":"2023-05-03T16:15:03","slug":"basics-grundlagen-zur-umsatzsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/2023\/05\/02\/basics-grundlagen-zur-umsatzsteuer\/","title":{"rendered":"Basics &#8211; Grundlagen zur Umsatzsteuer"},"content":{"rendered":"<p>Sie sind \u00fcber den Kleinunternehmerstatus hinausgewachsen? Gratulation!<\/p>\n<p>Allerdings sind Sie ab einem Jahresumsatz von netto 35.000,00 \u20ac dann automatisch umsatzsteuerpflichtig, aber auch vorsteuerabzugsberechtigt.<br \/>\nWas bedeutet das in der Praxis?<\/p>\n<ul>\n<li>Sie verkaufen die gleichen Dinge wie vorher, allerdings m\u00fcssen Sie zum bisherigen Preis 20% Mehrwertsteuer aufschlagen, damit Sie das Gleiche verdienen wie vorher. Das ist \u00fcberhaupt kein Problem, wenn Ihre Kunden Unternehmer sind, die auch umsatzsteuerpflichtig und vorsteuerabzugsberechtigt sind. Denn dann ist die Mehrwertsteuer ein reiner Durchl\u00e4ufer. Der Kunde zahlt sie und holt sie sich beim Finanzamt als Vorsteuer zur\u00fcck, Sie bekommen sie zus\u00e4tzlich, leiten die Summe aber auch gleich als Umsatzsteuer ans Finanzamt weiter.<br \/>\nDas Gleiche gilt nicht nur bei Waren, sondern auch bei Dienstleistungen.<br \/>\nSind Ihre Kunden Privatleute, was z.B. bei der Kosmetikerin, dem Masseur und vielen anderen Berufen so sein wird, dann sollten Sie kurzfristig nur moderat den Preis erh\u00f6hen (die ersten 10%) und erst sp\u00e4ter die zweiten 10%.\u00a0 Den der Private kann sich die Vorsteuer nicht holen und muss jetzt mehr bezahlten f\u00fcr Ihre Ware oder Ihre Dienstleistung.<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Beispiel:<br \/>\n<span style=\"color: #222222;\">Sie haben vorher \u20ac 100 verrechnet. Die sind auch bei Ihnen geblieben. Wenn Sie jetzt weiterhin nur \u20ac 100 verrechnen, m\u00fcssen Sie davon aber \u20ac 16,66 ans die Finanz weiterreichen. Es bleiben also nur mehr \u20ac 83,33 bei Ihnen, wenn Sie Ihre Preise nicht anpassen. Wenn Sie die gleiche Summe haben wollen wie vorher, m\u00fcssen Sie jetzt \u20ac 120 verlangen.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<ul>\n<li>Alles, was Sie zur betrieblichen Nutzung einkaufen (Ware, Verbrauchsmaterial, Miete etc.), enth\u00e4lt Mehrwertsteuer, die bei Ihnen zur Vorsteuer wird. Das war auch fr\u00fcher schon so, aber jetzt k\u00f6nnen Sie sich die enthaltene Mehrwertsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zur\u00fcckholen.<br \/>\nDas bedeutet auch beim Einkauf ein Umdenken &#8211; gew\u00f6hnen Sie sich an, immer nur mit den Nettopreisen zu rechnen.<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Beispiel:<br \/>\nSie haben vorher Ware eingekauft um \u20ac 120, die zwar 20% Mehrwertsteuer enthielt, bei Ihnen aber nicht abzugsf\u00e4hig war. Jetzt kaufen Sie die gleiche Ware um den gleichen Preis, aber durch die M\u00f6glichkeit zum Vorsteuerabzug kostet Sie die selbe Ware nur \u20ac 100.<\/p>\n<\/blockquote>\n<ul>\n<li>Und so sieht die Berechnung der sogenannten Umsatzsteuerzahllast aus, die einmal im Monat (oder einmal im Quartal bei Jahresums\u00e4tzen unter 100.000 \u20ac) gemacht werden muss:<br \/>\n&#8211; Der Zeitraum geht immer vom Monatsersten bis zum Monatsletzten.<br \/>\n&#8211; Alle Ihre Einnahmen bzw. Ausgangsrechnungen beinhalten die Umsatzsteuer, die Sie ans Finanzamt abf\u00fchren m\u00fcssen.<br \/>\n&#8211; Alle Ihre Ausgaben bzw. Eingangsrechnungen beinhalten die Vorsteuer, die Sie sich abziehen k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211; Die Differenz aus Umsatzsteuer und Vorsteuer heisst Umsatzsteuerzahllast und muss bis 15. des \u00fcbern\u00e4chsten Monats ans Finanzamt \u00fcberwiesen werden &#8211; also zB der Februar wird am 15.April f\u00e4llig.<br \/>\n&#8211; Haben Sie mehr verkauft als eingekauft, werden Sie eine \u00dcberweisung machen m\u00fcssen. Was aber sogar gut ist, weil Sie dann in diesem Monat auch Geld verdient haben. Sollte die Berechnung Ihrer Umsatzsteuerzahllast ein Guthaben ergeben, mag das momentan freundlich klingen. Im Klartext heisst es aber, dass Sie mehr eingekauft haben als verkauft. Das kann sinnvolle und logische Gr\u00fcnde haben, zB bei Investitionen, kann aber auch einen R\u00fcckgang des Gesch\u00e4ftes bedeuten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kurzer Ausflug zu den manchmal verwirrenden Begriffen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Einnahmen bzw. Ausgangsrechnungen<br \/>\nDie Ausgangsrechnung geht von Ihnen nach draussen zum Kunden. Die Einnahme entsteht dann, wenn das Geld zu Ihnen \u00fcberwiesen wird &#8211; Sie es &#8222;vereinnahmen&#8220; k\u00f6nnen.<br \/>\nAlso in Kurzform: Ausgangsrechnungen erzeugen Einnahmen<\/p>\n<p>Ausgaben bzw. Eingangsrechnungen<br \/>\nDie Eingangsrechnung kommt bei Ihnen herein, vom Lieferanten geschickt. Wenn Sie sie bezahlen, geht das Geld raus &#8211; daher entsteht eine Ausgabe.<br \/>\nAlso in Kurzform: Eingangsrechnungen erzeugen Ausgaben<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind \u00fcber den Kleinunternehmerstatus hinausgewachsen? Gratulation! 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