{"id":4057,"date":"2022-12-12T11:00:59","date_gmt":"2022-12-12T10:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/?p=4057"},"modified":"2022-12-12T11:00:59","modified_gmt":"2022-12-12T10:00:59","slug":"gewinnabschoepfung-und-strompreisdeckel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stb-huemer.at\/stb\/2022\/12\/12\/gewinnabschoepfung-und-strompreisdeckel\/","title":{"rendered":"Gewinnabsch\u00f6pfung und Strompreisdeckel"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat am 18.11.2022 einen Initiativantrag zur <strong>Absch\u00f6pfung von \u00dcbergewinnen energieproduzierender Unternehmen eingebracht<\/strong> (Bundesgesetz \u00fcber den Energiekrisenbeitrag-Strom und \u00fcber den Energiekrisenbeitrag-fossile Energietr\u00e4ger). Mit dieser Ma\u00dfnahme sollen lt BMF zwei bis vier Milliarden Euro an Einnahmen generiert werden, mit denen Unterst\u00fctzungen f\u00fcr Haushalte und Unternehmen finanziert werden sollen. Die Bundesregierung reagiert mit dem nunmehr vorliegenden Gesetzesentwurf auf die Vorgaben der EU-Kommission, welche am 6.10.2022 eine Verordnung betreffend Notfallma\u00dfnahmen als Reaktion auf die hohen Energiepreise erlassen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Energiekrisenbeitrag f\u00fcr Strom<\/h2>\n<p>Dem <strong>Energiekrisenbeitrag f\u00fcr Strom (EKB-S)<\/strong> soll die Ver\u00e4u\u00dferung von im Inland erzeugtem Strom aus Windenergie, Solarenergie, Erdw\u00e4rme, Wasserkraft, Abfall und weiterer Energiequellen durch den Stromerzeuger unterliegen. Ebenfalls umfasst ist die Realisierung von Ver\u00e4u\u00dferungsrechten auf Strom. Bestimmte Befreiungen sind unter anderem f\u00fcr die Ver\u00e4u\u00dferung von Strom aus Demonstrationsprojekten oder bei Strom f\u00fcr Zwecke des Engpassmanagements vorgesehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Energiekrisenbeitrag f\u00fcr Strom soll <strong>90% der \u00dcberschusserl\u00f6se aus der Ver\u00e4u\u00dferung von Strom, welche zwischen dem 1. Dezember 2022 und dem 31. Dezember 2023 erzielt<\/strong> werden, betragen. Als \u00dcberschusserl\u00f6s gelten Erl\u00f6se, die eine Obergrenze von <strong>\u20ac 140 je MWh Strom<\/strong> \u00fcberschreiten. Erleichterungen sind f\u00fcr Unternehmen vorgesehen, die hohe indirekte Investitions- und Betriebskosten aufweisen. Au\u00dferdem soll die M\u00f6glichkeit eines Absetzbetrages f\u00fcr beg\u00fcnstigte Investitionen vorgesehen werden \u2013 hierdurch kann die ma\u00dfgebliche Obergrenze auf max \u20ac 180 je MWh Strom erh\u00f6ht werden. Voraussetzung f\u00fcr die Geltendmachung eines Absetzbetrages ist die Anschaffung oder Herstellung von neuen, beg\u00fcnstigten Investitionsg\u00fctern nach dem 31. Dezember 2021 und vor dem 1. J\u00e4nner 2024. Beg\u00fcnstigte Investitionen sind im Ausma\u00df von 50% der tats\u00e4chlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten, h\u00f6chstens mit \u20ac\u00a036 je\u00a0MWh (=90% der Obergrenzenerh\u00f6hung) als Absetzbetrag zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da bei <strong>verbundenen Unternehmen<\/strong> die M\u00f6glichkeit besteht, dass die Lieferung von Energie nicht zu markt\u00fcblichen Konditionen erfolgt, soll bei Erl\u00f6sen an verbundene Unternehmen als Markterl\u00f6s jener Betrag angesetzt werden, der den markt\u00fcblichen Konditionen mit Dritten auf derselben Stufe der Lieferkette entspricht. Es ist daher m\u00f6glich, dass Mehrerl\u00f6se seitens des liefernden Unternehmens abzuf\u00fchren sind, die dieses nicht realisiert hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der <strong>Energiekrisenbeitrag-Strom<\/strong> ist <strong>f\u00fcr zwei Zeitr\u00e4ume gesondert zu entrichten<\/strong>: F\u00fcr den Zeitraum 1.\u00a0Dezember 2022 bis 30. Juni 2023 ist er am <strong>30. September 2023<\/strong> (F\u00e4lligkeitstag) zu entrichten. F\u00fcr den Zeitraum 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023 ist er am <strong>31. M\u00e4rz 2024<\/strong> (F\u00e4lligkeitstag) zu entrichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Energiekrisenbeitrag f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger<\/h2>\n<p>Abweichend vom Energiekrisenbeitrag f\u00fcr Strom soll der Erhebungszeitraum f\u00fcr den <strong>Energiekrisenbeitrag f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger<\/strong> (EKB-F) das <strong>zweite Kalenderhalbjahr 2022 und das Kalenderjahr 2023<\/strong> umfassen. Beitragspflichtig sind Unternehmen, die im Erd\u00f6l-, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich t\u00e4tig sind. Dies sind Unternehmen oder Betriebst\u00e4tten, die mindestens 75% ihres Umsatzes in den Bereichen Extraktion, Bergbau, Erd\u00f6lraffination oder Herstellung von Kokereierzeugnissen erzielen. Bemessungsgrundlage des Energiekrisenbeitrages f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger stellt der steuerpflichtige Gewinn des jeweiligen Erhebungszeitraumes dar, der dem durchschnittlichen steuerpflichtigen Gewinn des Vergleichszeitraumes (2018-2021) gegen\u00fcbergestellt wird. Der <strong>Energiekrisenbeitrag betr\u00e4gt 40% jenes Gewinnes<\/strong>, der um 20% \u00fcber dem Durchschnittsbetrag des Vergleichszeitraumes liegt. Der Energiekrisenbeitrag soll nicht als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar sein.<\/p>\n<p>Erleichterungen sollen auch hier in Form von Absetzbetr\u00e4gen f\u00fcr beg\u00fcnstigte Investitionen gelten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat am 18.11.2022 einen Initiativantrag zur Absch\u00f6pfung von \u00dcbergewinnen energieproduzierender Unternehmen eingebracht (Bundesgesetz \u00fcber den Energiekrisenbeitrag-Strom und \u00fcber den Energiekrisenbeitrag-fossile Energietr\u00e4ger). 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